Diese hausgemachte Pistaziencreme ist zart, süß und unglaublich aromatisch – ideal zum Aufstreichen, Füllen oder einfach zum Löffeln. Ob auf Crêpes, in Torten, zwischen Macarons oder als raffinierte Zutat für Desserts: Diese Creme ist vielseitig und dabei erstaunlich einfach herzustellen. Mit nur wenigen Zutaten und einem kräftigen Mixer lässt sich in kurzer Zeit ein cremiger Aufstrich zaubern, der geschmacklich mit jeder Feinkostvariante mithalten kann.
Die Zutaten: Wenig, aber hochwertig
Für ein Glas von etwa 310 g brauchst du folgende Zutaten:
- 80 g blanchierte, ungesalzene Pistazien
- 175 g weiße Schokolade (geschmolzen)
- 20 g geschmolzene Butter
- 20 g Sonnenblumenöl
Diese Kombination sorgt für die perfekte Balance zwischen cremiger Textur, zartem Schmelz und nussigem Geschmack. Wichtig ist dabei die Qualität der Pistazien – sie sollten möglichst naturbelassen und nicht gesalzen sein.
Schritt 1: Pistazien einweichen – für Farbe und Geschmack
Damit die Pistazien ihre schöne grüne Farbe behalten und sich später leichter verarbeiten lassen, werden sie zunächst in kaltem Wasser für 12 Stunden eingeweicht.
Nach dem Einweichen werden die Pistazien abgegossen, von der Haut befreit und gut abgetrocknet – am besten in einem sauberen Küchentuch. Durch das Einweichen lässt sich die dünne Haut leichter lösen, was der Creme nicht nur farblich, sondern auch geschmacklich zugutekommt.
Schritt 2: Pistazien zu Mus verarbeiten
Die vorbereiteten Pistazien werden nun in einem leistungsstarken Mixer oder Food Processor zerkleinert. Dabei ist es wichtig, in Intervallen zu mixen, damit sich die Pistazien nicht durch die Reibungshitze erhitzen und ihr feines Aroma verlieren.
Sobald die Pistazien grob zerkleinert sind, werden 20 g geschmolzene Butter und 20 g Sonnenblumenöl hinzugefügt. Jetzt wird erneut gemixt – diesmal so lange, bis eine glatte, feine Paste entsteht. Je nach Mixerleistung kann das einige Minuten dauern. Geduld lohnt sich: Die Masse sollte möglichst homogen und cremig sein.
Schritt 3: Weiße Schokolade einarbeiten
Jetzt kommt der süße Teil: Die geschmolzene weiße Schokolade (175 g) wird zur Pistazienpaste gegeben. Noch einmal alles gut durchmixen, bis eine gleichmäßig glatte, streichfähige Creme entstanden ist.
Sollte die Creme noch zu fest erscheinen, kann ein kleiner Schuss Sonnenblumenöl helfen, die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Wichtig: Nicht zu viel Öl verwenden – die Creme soll streichfähig, aber nicht flüssig werden.
Schritt 4: Abfüllen und aufbewahren
Die fertige Creme wird nun in ein sauber ausgespültes, verschließbares Glas gefüllt. Die Oberfläche kann bei Bedarf glattgestrichen werden.
Anschließend sollte die Pistaziencreme im Kühlschrank aufbewahrt werden, wo sie sich bis zu 15 Tage lang frisch hält. Da keine Konservierungsstoffe enthalten sind, empfiehlt es sich, stets mit einem sauberen Löffel zu entnehmen.
Tipps für beste Ergebnisse
Damit die Pistaziencreme perfekt gelingt, hier einige bewährte Hinweise:
- Welche Pistazien verwenden? Naturbelassene, ungesalzene Pistazien sind ideal. Geröstete können verwendet werden, wenn sie nicht gesalzen sind – das Aroma wird dadurch intensiver.
- Für noch mehr Geschmack kann ein Teelöffel reines Pistazienmus hinzugefügt werden – so wird das Aroma kräftiger und nussiger.
- Ohne Laktose? Die Butter lässt sich problemlos durch Sonnenblumenöl oder pflanzliche Margarine ersetzen – das macht die Creme vegan und laktosefrei.
Verwendungsmöglichkeiten: Vielseitiger Genuss
Die fertige Pistaziencreme eignet sich hervorragend für viele Anwendungen in der Küche. Hier einige Ideen:
- Aufs Brot oder Brötchen – als süßer Aufstrich mit einem Hauch Exotik
- Als Füllung für Kuchen, Tartes oder Cupcakes
- Zwischen Macarons oder in Schichtdesserts wie Tiramisù
- Zum Verfeinern von Cheesecakes oder Panna Cotta
- Als Glasur für Panettone oder Brioche
- Oder einfach pur vom Löffel – so gut ist sie!
Aufbewahrung: So bleibt die Creme frisch
Die Pistaziencreme sollte im Kühlschrank gelagert werden – am besten in einem luftdicht verschlossenen Glas. So bleibt sie bis zu 15 Tage frisch und aromatisch.
Ein Einfrieren wird nicht empfohlen, da sich die Textur beim Auftauen verändern kann. Die Creme kann grisselig oder ölig werden – daher besser in kleinen Mengen zubereiten und frisch genießen.
Fazit: Cremiger Pistaziengenuss ganz einfach selbst gemacht
Mit diesem Rezept lässt sich eine feine, streichzarte Pistaziencreme herstellen, die geschmacklich in der ersten Liga spielt. Die Kombination aus mildem Nussgeschmack, süßer Schokolade und cremiger Konsistenz macht sie zur perfekten Zutat für kreative Desserts oder einfach zum puren Genuss.
Der Aufwand ist überschaubar, das Ergebnis dafür umso beeindruckender. Wer einmal eigene Pistaziencreme gemacht hat, wird kaum mehr auf gekaufte Produkte zurückgreifen wollen.
Ein Glas dieser Creme im Kühlschrank ist nicht nur ein süßer Vorrat – es ist eine Einladung, das Besondere im Alltag zu genießen.