Rinderrouladen gehören zu den absoluten Klassikern der deutschen Küche. Zartes Rindfleisch, würzige Füllung und eine herzhafte Rotweinsoße – ein Gericht, das Erinnerungen an Omas Küche weckt. In diesem Artikel zeigen wir euch Schritt für Schritt, wie ihr die perfekten Rinderrouladen zubereitet – mit vielen Tipps, Tricks und einer Soße, die zum Reinlegen gut ist!
Zutaten für 4–6 Portionen
Für die Rinderrouladen:
- 6 große Rinderrouladen (am besten aus der Keule, vom Metzger dünn geschnitten)
- 6 TL mittelscharfer Senf
- 6 Scheiben Speck (Bacon oder durchwachsener Speck)
- 3 Gewürzgurken (in Spalten geschnitten)
- 2 große Zwiebeln (in dünne Scheiben geschnitten)
- Salz & Pfeffer nach Geschmack
- Küchengarn oder Schaschlikspieße zum Fixieren
Für die Soße:
- 2 Karotten (gewürfelt)
- 1 Stange Sellerie (gewürfelt)
- 1 Lauchstange (nur das Weiße, in Ringe geschnitten)
- 2 Zwiebeln (gewürfelt)
- 2 EL Tomatenmark
- 500 ml Rotwein (alternativ: ungesüßter Traubensaft oder Gemüsebrühe)
- 500 ml Rinderbrühe
- 2 Lorbeerblätter
- 4 Pimentkörner
- 4 schwarze Pfefferkörner
- 2 EL Öl zum Anbraten
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Die Rouladen vorbereiten
Damit die Rouladen schön zart werden und ihr perfektes Aroma entfalten, beginnen wir mit der Vorbereitung.
✅ Die Rouladen auf einer Arbeitsfläche ausbreiten und mit Salz und Pfeffer würzen.
✅ Jede Roulade mit 1 TL Senf bestreichen.
✅ Eine Scheibe Speck darauflegen.
✅ Eine Gurkenspalte und einige gebratene Zwiebelscheiben auf die untere Hälfte geben.
✅ Die Rouladen fest aufrollen und mit Küchengarn oder Spießen fixieren.
💡 Tipp: Durch das Fixieren mit zwei Schaschlikspießen pro Rouladen-Bündel bleibt alles stabil und sie lassen sich beim Anbraten leicht wenden.
2. Das Gemüse vorbereiten & anbraten
Während die Rouladen vorbereitet sind, kümmern wir uns um die Soße.
✅ Zwiebeln, Karotten, Sellerie und Lauch in kleine Würfel schneiden.
✅ Das Öl in einem großen Bräter erhitzen und das Gemüse anbraten, bis es leicht braun wird.
✅ 2 EL Tomatenmark dazugeben und mit anrösten – das sorgt für eine tiefere Farbe der Soße.
💡 Tipp: Zwiebeln geben bereits viel Aroma, daher brauchen wir nicht zu viele extra in die Soße geben.
3. Die Rouladen anbraten
Jetzt wird’s richtig lecker – die Rouladen bekommen eine schöne Kruste!
✅ Die vorbereiteten Rouladen in den heißen Bräter geben und von allen Seiten kräftig anbraten.
✅ Herausnehmen und beiseitelegen.
💡 Tipp: Die Röstaromen am Topfboden geben später den Geschmack für die perfekte Soße!
4. Die Soße ansetzen & schmoren
Jetzt kommt die Magie der Schmorgerichte ins Spiel.
✅ Das angeröstete Gemüse mit Rotwein ablöschen und die Röstaromen mit einem Holzlöffel lösen.
✅ Den Wein fast vollständig einkochen lassen.
✅ Die Rinderbrühe, Lorbeerblätter, Piment- und Pfefferkörner hinzufügen.
✅ Die Rouladen wieder in den Topf legen, Deckel drauf und bei 160°C Umluft für 1,5–2 Stunden im Ofen schmoren lassen.
💡 Tipp: Falls ihr keinen Ofen nutzen wollt, könnt ihr die Rouladen auch bei niedriger Hitze auf dem Herd schmoren lassen.
5. Die perfekte Soße zaubern
Nach der Schmorzeit sind die Rouladen butterzart – jetzt fehlt nur noch die perfekte Soße.
✅ Die Rouladen aus dem Bräter nehmen und warm halten.
✅ Das Gemüse und die Flüssigkeit durch ein Sieb passieren oder direkt pürieren, um eine schöne Bindung zu erhalten.
✅ Falls nötig, die Soße mit etwas Speisestärke oder einer Mehlschwitze andicken.
💡 Tipp: Wer eine besonders samtige Soße möchte, kann sie zusätzlich durch ein feines Sieb streichen.
Serviervorschläge & Beilagen
Die besten Beilagen für Rinderrouladen sind:
Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree – nehmen die köstliche Soße perfekt auf.
Rotkohl oder Rosenkohl – ein klassischer Begleiter mit leichter Süße.
Knödel oder Spätzle – für alle, die es richtig deftig mögen.
💡 Tipp: Falls Rouladen übrig bleiben, lassen sie sich am nächsten Tag wunderbar aufwärmen oder in dünne Scheiben geschnitten als Rouladen-Sandwich genießen.
Häufige Fragen & Profi-Tipps
1. Wie verhindere ich, dass die Rouladen zäh werden?
- Rinderrouladen müssen lange genug schmoren – mindestens 1,5 Stunden.
- Ein hochwertiges Stück Fleisch aus der Keule sorgt für die beste Zartheit.
- Das Fleisch sollte langsam und nicht bei zu hoher Hitze gegart werden.
2. Was tun, wenn ich keinen Rotwein verwenden möchte?
- Alternativen: Ungesüßter Traubensaft oder einfach mehr Rinderbrühe.
3. Kann man Rouladen vorbereiten?
- Ja! Rouladen schmecken aufgewärmt sogar noch besser, da die Aromen intensiver werden.
- Ihr könnt sie 2–3 Tage im Kühlschrank aufbewahren oder eingefrieren.
Fazit: Hausgemachte Rinderrouladen – Ein Festmahl für die ganze Familie
Rinderrouladen sind ein echtes Sonntagsessen und mit diesem Rezept werden sie garantiert perfekt! Zartes Fleisch, würzige Füllung und eine unglaublich aromatische Soße – besser geht’s nicht. Probiert das Rezept aus und verwöhnt eure Liebsten mit diesem deutschen Klassiker!
Lasst es euch schmecken und viel Spaß beim Nachkochen!