Dieses Rezept für italienisches Ciabatta-Brot ist ein Klassiker, der mit seiner knusprigen Kruste und der weichen, luftigen Krume überzeugt. Trotz seiner Einfachheit verlangt es Geduld, denn gutes Brot braucht Zeit – und genau das macht den Unterschied. Mit nur wenigen Grundzutaten entsteht ein Brot, das sich perfekt für Sandwiches, Antipasti oder einfach mit etwas Olivenöl und Salz eignet.
Die Zutaten: Einfach, bewährt, mediterran
Für dieses Ciabatta-Brot braucht es keine besonderen Zutaten – nur gutes Mehl, Wasser, Salz, Hefe und etwas Öl. Der Prozess ist das, was den Unterschied ausmacht: mehrere Ruhephasen und ein schonender Umgang mit dem Teig sorgen für Struktur, Geschmack und die charakteristische Form.
Für ca. 4 kleine Ciabatta-Brote benötigst du:
Vorteig (Hefevorstufe):
- 100 ml warmes Wasser
- 1 TL Zucker
- 8 g Trockenhefe
- 3 gehäufte EL Weizenmehl
Hauptteig:
- 500 g Weizenmehl (gesiebt)
- 1,5 TL Salz
- 350 ml warmes Wasser
- 30 ml Pflanzenöl
Vorteig herstellen: Aktivierung der Hefe
Der erste Schritt besteht darin, einen Vorteig zuzubereiten. Er hilft der Hefe, sich zu aktivieren, verleiht dem Brot mehr Aroma und verbessert die Teigstruktur.
In einer Schüssel werden 100 ml warmes Wasser, 1 TL Zucker, 8 g Trockenhefe und 3 EL Weizenmehl gut miteinander vermischt. Die Mischung sollte glatt und frei von Klümpchen sein.
Die Schüssel wird mit Frischhaltefolie abgedeckt und an einem warmen Ort 15–20 Minuten ruhen gelassen, bis sich Blasen bilden – ein Zeichen dafür, dass die Hefe aktiv ist.
Hauptteig zubereiten: Der Beginn eines guten Brotes
Während der Vorteig ruht, wird das Weizenmehl (500 g) in eine große Schüssel gesiebt. Das Sieben sorgt für Luftigkeit und verhindert Klumpenbildung.
1,5 TL Salz werden hinzugegeben und gut untergemischt. In der Mitte wird eine kleine Mulde geformt.
Sobald der Vorteig bereit ist, wird er zusammen mit 350 ml warmem Wasser in die Mulde gegossen. Alles wird mit einem Löffel oder den Händen gut vermischt, bis ein weicher, leicht klebriger Teig entsteht.
Zuletzt wird 30 ml Pflanzenöl hinzugefügt. Der Teig sollte das gesamte Öl aufnehmen – das dauert einen Moment, sorgt aber für eine zarte Krume und ein geschmeidiges Teiggefühl.
Erste Gehzeit: Struktur entwickeln lassen
Der Teig wird erneut mit Frischhaltefolie abgedeckt und für 15–20 Minuten an einem warmen Ort ruhen gelassen. Diese erste Ruhephase lässt das Gluten beginnen, sich zu entwickeln, und der Teig wird dadurch elastischer.
Nach dieser Phase wird der Teig zum ersten Mal umgedreht und gefaltet. Dabei befeuchtet man die Hände mit Wasser, um das Ankleben zu verhindern. Der Teig bleibt weich, aber deutlich elastischer. Anschließend wird er erneut abgedeckt und weitere 15–20 Minuten ruhen gelassen.
Dieser Vorgang wird ein zweites Mal wiederholt: befeuchtete Hände, vorsichtiges Umdrehen und Falten. Das Ergebnis ist ein geschmeidiger, elastischer Teig, der sich angenehm formen lässt.
Hauptgare: Der Teig geht auf
Nach dem letzten Falten wird der Teig ein letztes Mal mit Folie abgedeckt und für 50–60 Minuten an einem warmen Ort gehen gelassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Der Teig bleibt weich und leicht flüssig – typisch für Ciabatta.
Formen und Vorbereiten zum Backen
Die Arbeitsfläche wird großzügig mit Mehl bestäubt. Der Teig wird vorsichtig auf die bemehlte Fläche gegeben. Dabei wird er nicht geknetet, sondern nur leicht flach gedrückt und mehrmals gefaltet, damit er seine Form behält.
Die Oberfläche des Teigs wird ebenfalls großzügig mit Mehl bestäubt, um ein Ankleben zu verhindern.
Anschließend wird der Teig mit einem Teigschaber oder Messer in vier gleich große Stücke geteilt. Diese werden vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt. Zwischen den Teigstücken sollte genügend Platz bleiben.
Das Blech wird abgedeckt (z. B. mit einem sauberen Küchentuch) und die Teiglinge dürfen nochmals 30 Minuten ruhen.
Backen: Mit Dampf zur perfekten Kruste
Der Ofen wird auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizt. Zusätzlich wird eine feuerfeste Schüssel mit kochendem Wasser auf den Boden des Ofens gestellt – der entstehende Dampf sorgt für eine besonders knusprige Kruste.
Die Teiglinge werden für 30–35 Minuten gebacken, bis sie eine goldbraune Farbe angenommen haben. Die Kruste sollte beim Klopfen hohl klingen – ein Zeichen für ein gelungenes Brot.
Nach dem Backen werden die Ciabatta-Brote auf einem Gitter vollständig ausgekühlt.
Serviervorschläge: Mediterraner Genuss pur
Ciabatta ist extrem vielseitig einsetzbar:
- Als Beilage zu Suppen oder Salaten
- Mit Olivenöl, Knoblauch und Meersalz serviert
- Für Panini oder Sandwiches
- Getoastet mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum
- Oder einfach pur mit guter Butter
Die Kombination aus knuspriger Kruste und weicher, luftiger Krume macht dieses Brot zu einem echten Highlight auf jedem Tisch.
Fazit: Einfach, traditionell und jeden Bissen wert
Dieses Ciabatta-Rezept zeigt, dass gutes Brot keine komplizierten Techniken braucht – nur Geduld und Sorgfalt. Mit einer langen Gehzeit, sanfter Verarbeitung und der richtigen Backtechnik entsteht ein Brot, das in Textur und Geschmack überzeugt.
Einmal gebacken, wirst du dieses Rezept immer wieder verwenden – ob für den Alltag oder besondere Anlässe. Wer es probiert, wird verstehen, warum Ciabatta eines der beliebtesten Brote der italienischen Küche ist.