Perfekte Marillenknödel: Ein klassisches österreichisches Rezept mit Schritt-für-Schritt-Anleitung

January 18, 2025

Marillenknödel (Aprikosenknödel) gehören zu den bekanntesten Süßspeisen der österreichischen Küche und sind ein echter Genuss – ob als Dessert oder sogar als süßes Hauptgericht. Die Kombination aus dem saftigen Fruchtkern, dem zarten Teigmantel und der goldbraunen Butterbröselkruste ist einfach unwiderstehlich. In diesem Artikel findest du eine ausführliche Anleitung, wie du diese traditionelle Spezialität zubereitest. Außerdem geben wir hilfreiche Tipps, um das Rezept perfekt umzusetzen.


Zutaten für ca. 8 Knödel

Für den Teig:

  • 250 g Topfen (Quark)
  • 80 g Mehl
  • 80 g Grieß
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz

Weitere Zutaten:

  • 8 frische, reife Marillen (Aprikosen)
  • 8 Würfel Zucker (oder handelsüblicher Kristallzucker)
  • Semmelbrösel (für die Kruste)
  • 80 g Butter
  • Puderzucker (zum Bestreuen)

Schritt 1: Den Teig vorbereiten

Die Grundlage eines guten Marillenknödels ist der richtige Teig. Hier ist Geduld gefragt, denn der Teig muss die perfekte Konsistenz haben – weich, aber nicht zu klebrig.

  1. Topfen mit Eigelb und Salz verrühren:
    Gib den Topfen in eine Schüssel und rühre ihn mit dem Eigelb und einer Prise Salz glatt. Achte darauf, dass keine Klümpchen übrig bleiben.
  2. Mehl und Grieß hinzufügen:
    Mische Mehl und Grieß nach und nach unter die Topfenmasse. Knete den Teig, bis er geschmeidig ist. Der Teig sollte leicht klebrig, aber formbar sein.
  3. Teig ruhen lassen:
    Decke den Teig mit Frischhaltefolie ab und stelle ihn für etwa 10–15 Minuten in den Kühlschrank. Dadurch wird er fester und lässt sich später leichter verarbeiten.

Schritt 2: Marillen vorbereiten

Die Marillen sind der Star des Rezepts. Es ist wichtig, dass sie reif und saftig sind, da der Geschmack des Knödels stark von der Qualität der Frucht abhängt.

  1. Entkernen:
    Schneide jede Marille vorsichtig ein, sodass sie sich öffnen lässt, ohne in zwei Hälften zu zerfallen. Entferne den Kern.
  2. Füllen:
    Gib einen Würfel Zucker (oder etwas Kristallzucker) in jede Marille. Der Zucker schmilzt beim Kochen und sorgt für einen herrlich süßen Kern.

Schritt 3: Knödel formen

Jetzt wird es handwerklich! Das Formen der Knödel erfordert etwas Fingerspitzengefühl, ist aber mit ein paar Tipps ganz einfach.

  1. Teig portionieren:
    Teile den Teig in 8 gleich große Portionen (je ca. 3 Esslöffel Teig).
  2. Teig flach drücken:
    Forme aus jeder Portion eine flache Scheibe.
  3. Marille einhüllen:
    Lege eine gefüllte Marille in die Mitte der Teigscheibe und schließe den Teig vorsichtig um die Frucht. Rolle den Knödel zwischen deinen Händen, bis er glatt und rund ist.
  4. Kühlen:
    Decke die fertigen Knödel ab und stelle sie für 30 Minuten in den Kühlschrank. Das sorgt dafür, dass der Teig beim Kochen nicht auseinanderfällt.

Tipp: Wenn der Teig an deinen Händen klebt, befeuchte sie leicht mit kaltem Wasser.


Schritt 4: Butterbrösel zubereiten

Die Butterbrösel verleihen den Marillenknödeln ihre charakteristische, knusprige Kruste.

  1. Butter schmelzen:
    Erhitze die Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze.
  2. Semmelbrösel rösten:
    Gib die Semmelbrösel hinzu und rühre sie ständig um, bis sie goldbraun sind.
  3. Verfeinern:
    Streue zum Schluss etwas Puderzucker über die Brösel und rühre gut um. Das verleiht ihnen eine leichte Süße.

Tipp: Für einen zusätzlichen Geschmacks-Kick kannst du die Brösel mit einer Prise Zimt oder Vanillezucker verfeinern.


Schritt 5: Knödel kochen

Der nächste Schritt ist das Garen der Knödel. Hier ist Vorsicht geboten, da der Teig empfindlich ist.

  1. Wasser zum Kochen bringen:
    Fülle einen großen Topf mit Wasser und füge eine Prise Salz hinzu. Bringe das Wasser zum Kochen, reduziere dann die Hitze, sodass es nur leicht köchelt.
  2. Knödel ins Wasser legen:
    Gib die Knödel vorsichtig ins Wasser.
  3. Knödel lösen:
    Nach etwa 2 Minuten sinken die Knödel auf den Boden. Löse sie mit einer Gabel, damit sie nach oben steigen können.
  4. Knödel garen:
    Lasse die Knödel je nach Größe 15–18 Minuten ziehen. Sie sind fertig, wenn sie an der Wasseroberfläche schwimmen.

Schritt 6: Knödel fertigstellen

Nachdem die Knödel gegart sind, folgt der finale Schritt – das Wälzen in den köstlichen Butterbröseln.

  1. Knödel abtropfen lassen:
    Nimm die Knödel vorsichtig mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser und lasse sie kurz abtropfen.
  2. In Bröseln wälzen:
    Wälze die Knödel sofort in den vorbereiteten Butterbröseln, bis sie gleichmäßig bedeckt sind.

Servieren und genießen

Die fertigen Marillenknödel sollten warm serviert werden, damit der Zucker im Inneren flüssig bleibt. Bestreue sie vor dem Servieren großzügig mit Puderzucker.

Variationen:

  • Statt Marillen kannst du auch andere Früchte verwenden, wie Erdbeeren, Zwetschgen (Pflaumen) oder Äpfel.
  • Experimentiere mit Füllungen wie Nougat oder Schokolade für eine besondere Note.

Zusätzliche Tipps für perfekte Marillenknödel

  • Topfenqualität: Verwende möglichst trockenen Topfen. Wenn der Topfen zu feucht ist, kann der Teig zu weich werden.
  • Teigkonsistenz: Der Teig sollte weich sein, aber nicht an den Händen kleben. Falls nötig, etwas mehr Mehl hinzufügen.
  • Sanft kochen: Die Knödel dürfen nicht in sprudelndem Wasser gekocht werden, da sie sonst aufreißen können.

Fazit: Ein Genuss, der sich lohnt

Marillenknödel sind ein Klassiker der österreichischen Küche, der mit etwas Übung leicht zuzubereiten ist. Das Zusammenspiel aus der süßen Marille, dem zarten Teig und der knusprigen Bröselkruste macht diese Knödel zu einem unvergleichlichen Genuss. Mit den oben genannten Tipps und Tricks gelingen dir die perfekten Marillenknödel – und das Lächeln deiner Gäste ist garantiert!

Guten Appetit!